Medizin-ethische Richtlinien. Betreuung und Behandlung von Menschen mit Demenz

SAMW, 2017.
Die neuen medizin-ethischen Richtlinien bieten eine praktische Orientierungshilfe zu ethischen Fragen und Konfliktsituationen bei der Betreuung und Behandlung von Menschen mit Demenz. Der Aufbau orientiert sich an einzelnen Problemfeldern, die sich Betreuungspersonen stellen können – sowohl settingübergreifend (ambulant, Spital, Pflegeheim) wie auch berufsgruppenübergreifend.

Die Richtlinien stehen auf der SAMW-Website in deutsch, französisch, englisch und italienisch zur Verfügung. Dort können sie auch als gedruckte Broschüre (d/f) bestellt werden. 

fileicon richtlinien_samw_demenz (pdf, 277.2 KB)
 

Trajectoires de santé, inégalités sociales et parcours de vie

Claudine Burton-Jeangros, Swiss Academies Communications 11 (8), SAGW, 2016.
Das Ausmass und Anhalten von sozialen Ungleichheiten im Bereich der Gesundheit lässt aufhorchen, insbesondere in Ländern mit hohem Einkommen. Auch wenn die Gesundheit der Bevölkerung in solchen Ländern sich stetig bessert, was unter anderem die immer längere Lebenserwartung bezeugt, bestehen weiterhin grosse Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. In diesem 26. Heft der Akademievorträge zeigt Claudine Burton-Jeangros, Professorin und Leiterin des Departementes für Soziologie der Universität Genf, zuerst auf, wie mit diesen Ungleichheiten im Laufe der Zeit und in verschiedenen Kontexten umgegangen wurde. In einem weiteren Schritt beschreibt sie die verschiedenen Analysen, welche sie im schweizerischen Rahmen über diese Thematik durchgeführt und aufmerksam verfolgt hat: Einerseits hat sie das Zusammenspiel zwischen Gender- und gesundheitlichen Ungleichheiten analysiert, um zu beschreiben, wie sich die beruflichen und familialen Einbettungen der Frauen und Männer verschiedener sozialer Schichten auf ihren Gesundheitszustand auswirken; andererseits hat sie die Thematik auf dynamische Art und Weise betrachtet, indem sie die Lebenslaufperspektive in die Analyse integriert und somit aufgezeigt hat, wie die Ereignisse des sozialen Lebens die Gesundheitsverläufe beeinflussen können.

 

Lebensqualitätsforschung in der Schweiz. Bericht zum Workshop "Lebensqualität messen"

Matthias Kliegel, SAGW, 2016.
Die dynamische, personen- und kontextbezogene Konzeptualisierung von Lebensqualität erfordert eine dieser Definition angemessene Methodik zur Erfassung und auch zur Evaluation der Wirksamkeit entsprechender Interventionen.
Mit der Weiterentwicklung alltagstauglicher Gesundheitsund Kontext-Messverfahren und Applikationen können individualisierte und kontextualisierte Interventionen systematisch hinsichtlich ihrer Effekte auf die Lebensqualität einzelner Personen bzw. Subgruppen von Personen im Alltagskontext hin überprüft werden. Damit wird die Grundlage für einen neuen Evidenzstandard geschaffen. Zusätzlich wird ein Anreiz für die Entwicklung intelligenter, individualisierter Gesundheitsund Lebensqualitäts-Mess- und -Feedback Technologie geschaffen, ein Bereich und Markt, der bisher im Wesentlichen auf Personen mit Krankheitssymptomen beschränkt war, und in dem die Schweiz einen Innovationsvorsprung gewinnen kann.
Die grösste Herausforderung liegt in einer die personenspezifische Kontextualität individueller Lebensqualität berücksichtigenden systematischen Erfassung, die hohen wissenschaftlichen Evidenzstandards genügt.

fileicon Bericht Workshop 2 (pdf, 135.6 KB)
 

Lebensqualitätsforschung in der Schweiz. Bericht zum Workshop "Lebensqualität definieren"

Mike Martin, SAGW, 2016.
Lebensqualität ist ein multidimensionales Konstrukt, das nicht zuletzt gemäss WHO-Definition zur Gesundheit aus der Sicht einzelner Personen, das heisst personenspezifisch und bezogen auf persönliche Ziele und Werte, definiert werden muss, kontextbezogen ist und zeitlichen Schwankungen unterliegen kann. Aus der Akteurperspektive kann Lebensqualität von Individuen in ihren jeweiligen Kontexten aktiv durch die verschiedensten Entwicklungs- und Selbstregulationsprozesse hergestellt werden. 

 

Gesund Altern in der Schweiz

Dossier des SAGW Bulletins 1/2016, SAGW, 2016.
Bisher galt als gesund, wer keine Krankheiten hatte. In der neuen WHO Gesundheitsdefinition steht nicht die Abwesenheit von Krankheiten im Zentrum, sondern die Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter treten auch mehr Krankheiten auf. Während die
Patienten bisher lediglich Empfänger medizinischer Leistungen waren, sollen sie neu befähigt und unterstützt werden, ihre Kompetenzen und Ressourcen so zu nutzen, dass sie in der Lebensqualität nicht beeinträchtigt werden. Das von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebene Strategiepapier «Global Strategy and Action Plan on Ageing and Health» identifiziert fünf Ziele:

1. Fostering healthy ageing in every country.
2. Aligning health systems to the needs of the older
    populations.
3. Developing long-term care systems.
4. Creating age-friendly environments.
5. Improving measuring, monitoring and understanding.

Im vorliegenden Dossier äussern sich verschiedene Institutionen zu denjenigen drei Zielen, die geistes- und sozialwissenschaftlicher Natur sind.

fileicon Dossier_Gesund-altern_1-16 (pdf, 584.0 KB)
 

Von Technologien unterstützt – Altern in der Zukunft

TA-SWISS, 2014.
Der Einsatz von assistierenden Technologien birgt ein grosses Potenzial, um auch in Zukunft trotz des demographischen Ungleichgewichts eine gute Versorgung der älteren Menschen zu gewährleisten. Künftige personelle Engpässe in der Pflege und Betreuung könnten abgefedert werden, viele ältere Menschen könnten länger zuhause bleiben. Der Einsatz der Technologien beinhaltet aber auch Risiken, die es rechtzeitig durch politische Entscheidungen und Massnahmen zu minimieren gilt.
TA-SWISS hat am 30. April 2014 einen Workshop mit 30 Stakeholdern durchgeführt. Gemeinsam bewerteten die Teilnehmenden drei vordefinierte Szenarien. Auf dieser Grundlage entwickelten sie anschliessend Visionen, die politische Entscheidungen in Bezug auf die zukünftige Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen erleichtern sollen.

 

Mastering Demographic Change in Europe

8 European Academies' Statement, 2014.
The population of Europe1 is changing significantly: it is growing older than it has ever before and it is ahead of other continents in that regard, in most European countries the total period fertility rate has fallen well below two children. The population in some countries has started to decline while in others migration is compensating low fertility. Thus, besides a lengthening life span and reduced child bearing, demographic change in the EU is characterized by increasing migration within Europe, and also by more immigrants from outside of Europe entering European Union member states. Such changes in the composition of the EU population, in particular when considered jointly with other global changes such as climate change or potential shortage in natural resources, pose challenges for the wellbeing of individuals, communities and societies. Against this background, environmental, economic and social sustainability have gained increasing importance for the welfare of Europe.
Eight European Academies of Science have assembled pooling their knowledge on demographic change and its causes and consequences, building on scientific work as well as prior national statements of individual Academies.

 

The Annual Balzan Lecture 4: Fair Society, Healthy Lives

Michael Marmot (2004 Balzan Prizewinner), 2013.
Inequalities are a matter of life and death, of health and sickness, of well-being and misery. The fact that in England today people in different social circumstances experience avoidable differences in health, well-being and length of life is, quite simply, unfair. Creating a fairer society is fundamental to improving the health of the whole population and ensuring a fairer distribution of good health.

fileicon prospettoMarmotOLSCHKI (pdf, 79.9 KB)
 

Was ist Generationenpolitik? Eine Positionsbestimmung

SAGW, 2012.
Im Nachgang zur Tagung «Auf dem Weg zu einer Generationenpolitik» vom 18. November 2010 hat die SAGW die Kernforderungen einer Generationenpolitik in der vorliegenden Publikation präzisiert und konkretisiert. In der Publikation werden die drei zentralen Ziele der Generationenpolitik dargelegt: die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbstätigkeit, die aktive Beteiligung aller Generationen am gesellschaftlichen Leben und damit die Überwindung einer je länger je weniger haltbaren Zuweisung und Bindung von Handlungsmöglichkeiten an einzelne Lebensphasen. Konkrete Massnahmen schlagen wir in sechs für die Generationenpolitik relevanten Politikbereichen vor: der Familienpolitik, der Bildungspolitik, der Organisation des Erwerbslebens, der Fiskal- und Transferpolitik, der Sozialpolitik sowie dem Familien- und Erbrecht. Mit den vorgeschlagenen und begründeten Massnahmen wird ein umsetzbarer Beitrag für die notwendige Reorientierung der Sozialpolitik in der Schweiz vorgelegt.
Die Publikation wurde im Auftrag der SAGW von einer Arbeitsgruppe des Netzwerks Generationenbeziehungen erarbeitet. Der Arbeitsgruppe gehörten Heinz Altorfer, Prof. Dr. Peter Breitschmid, Dr. Erwin Koller, Prof. Dr. Kurt Lüscher und Dr. Markus Zürcher an. Die Kapitel «Einleitung» bis 6.5 wurden von Markus Zürcher, das Kapitel 6.6 von Prof. Dr. Breitschmid und das Kapitel «Ausblick» von Prof. Dr. Kurt Lüscher verfasst. Die Texte der drei Autoren wurden von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe mehrfach kritisch kommentiert, korrigiert und ergänzt. Die Akademie dankt allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe für ihr grosses Engagement. Für wertvolle Hinweise danken wir überdies Dr. Monika Engler und Prof. Dr. Thomas Gächter.

fileicon Generationenpolitik (pdf, 1.2 MB)
 

Generationenpolitik. Einschätzungen und Stellungnahmen

SAGW, 2011.
Im Sommer 2010 hat das Netzwerk Generationenbeziehungen der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) den Sammelband «Auf dem Weg zu einer Generationenpolitik» aufgelegt: Wir haben achtzehn Autorinnen und Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gebeten, die Bedeutung der Generationenperspektive für ihr jeweiliges Gebiet und die sich daraus ergebenden Konsequenzen darzulegen. Am 18. November desselben Jahres haben wir diese Publikation und mit ihr die Idee einer Generationenpolitik an einer gut besuchten Tagung in Bern erstmals öffentlich zur Diskussion gestellt. ExpertInnen, VertreterInnen der Zivilgesellschaft und der Politik diskutierten die Frage, ob und welche Beiträge und Impulse die Generationenpolitik zur Transformation des Sozialstaates zu leisten vermag. Die nun erschienene Publikation dokumentiert ihre Beurteilung und Einschätzung der Idee einer Generationenpolitik.

fileicon webSAGW_Generationenpolitik (pdf, 1.5 MB)
 

Auf dem Weg zu einer Generationenpolitik

SAGW, 2010.
Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und Verwerfungen bieten die Chance, sich auf grundlegende Fragen der Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens zu besinnen. Dazu gehören die Verantwortlichkeiten, die wir als Angehörige unterschiedlicher Generationen füreinander haben, als Junge und als Alte, als Kinder, Eltern und Grosseltern, als Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen, als Erbende und Vererbende, als heute Lebende im Blick auf die künftig Lebenden. Letztlich geht es um die Stiftung von Lebenssinn und um die Vorstellungen, die wir von uns als Person und als Gemeinschaften haben. 

 
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Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
lea.berger (@) sagw.ch


Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO