Wie wir morgen leben. Denkanstösse für das Zeitalter der Langlebigkeit

Simone Achermann & Stephan Sigrist, W.I.R.E., 2017.
Die Gesellschaft altert zusehends, die Demografie stellt uns vor neue Herausforderungen. Aus Digitalisierung und technischem Fortschritt erwachsen aber v. a. ungeahnte Chancen. Dieses Buch gibt Denkanstösse zu den Lebensmodellen der Zukunft und bietet Ideen und Anregungen für eine soziale Alterung.

Buchbestellung

 

Neue Massstäbe für die Alterspflege. Kantonsmonitoring 7: Organisation und Finanzierung einer gesellschaftlich immer wichtigeren Aufgabe

Avenir Suisse, 2016.
Für das siebte Kantonsmonitoring von Avenir Suisse hat Senior Fellow Jérôme Cosandey die kantonalen Organisationen in der Alterspflege, deren Kostenstrukturen und Finanzierungsmodelle basierend auf Interviews mit den kantonalen Amtsvorstehern sowie konsolidiertem Zahlenmaterial durchleuchtet. Wie schon der Titel besagt, fordert der Autor «neue Massstäbe für die Alterspflege», und er zeigt auf, wo die Kantone – ganz im Sinne des föderalistischen Systemwettbewerbs – voneinander lernen könnten.

 

Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Grundlagen für kantonale Aktionsprogramme «Gesundheitsförderung im Alter»

Gesundheitsförderung Schweiz, Bericht 5, 2016.
Der vorliegende Bericht soll den Kantonen und interessierten Fachorganisationen eine Grundlage für die Lancierung von Aktionsprogrammen «Gesundheitsförderung im Alter» bieten. Der Bericht zeigt auf, warum ein Engagement für die Gesundheit älterer Menschen wichtig ist und welche Chancen die Gesundheitsförderung im Alter bietet. Aufbauend auf wissenschaftlichen Evidenzen wird dargelegt, warum gerade die Themen Bewegung, Sturzprävention, Ernährung und Psychische Gesundheit grundlegende Pfeiler für ein Altern mit hoher Lebensqualität sind. Zu jedem der vier erwähnten Themen werden Interventionen und Handlungsansätze vorgestellt, die sich in der Praxis bewährt haben. Wünschenswert für die Zukunft ist ein gemeinsames Engagement von Gesundheitsförderung Schweiz, den Kantonen und Fachorganisationen im Alters- und Gesundheitsbereich zugunsten einer besseren Gesundheit und höheren Lebensqualität von Menschen ab 65 Jahren. Eine gut koordinierte Gesundheitsförderung im Alter dient nicht nur der Ausdehnung der gesunden Lebensjahre und dem Erhalt der Autonomie älterer Menschen, sondern auch der Kostendämpfung im Gesundheitswesen.

 

Das Wohn- und Pflegemodell 2030 von Curaviva Schweiz. Die Zukunft der Alterspflege

Curaviva Schweiz, 2016.
Aufgrund der demografischen Alterung wird die Anzahl pflegebedürftiger Menschen bis 2030 um 45 Prozent zunehmen. Heute treten ältere und pflegebedürftige Menschen aufgrund der besseren ambulanten Versorgung immer später in eine Pflegeinstitution ein. Bei ihrem Eintritt sind sie somit immer älter, jedoch auch entsprechend pflegebedürftiger. Diese Tendenz wird in Zukunft zunehmen und somit wird auch die Intensität der Pflege in den Pflegeinstitutionen ansteigen. In naher Zukunft kommt zudem die Babyboomer- Generation ins hohe Alter – und wird irgendwann Pflege brauchen. Diese Generation möchte ihr selbstbestimmtes Leben trotz Pflegebedürftigkeit möglichst lange weiterführen können. Schon heute fordern die Bewohnerinnen und Bewohner mehr Dienstleistungen und Serviceangebote aus einer Hand. Wie sollen sich Pflegeinstitutionen anpassen, um der grösser werdenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen und den Bedürfnissen der Babyboomer-Generation gerecht zu werden?

 

Medizinische Versorgung im Alter – Welche Evidenz brauchen wir?

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technik- wissenschaften & Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, 2015.
Der Druck, die Versorgungssituation für alte Menschen schnell und wirksam zu verändern, wächst mit dem sich rasch vollziehenden demografischen Wandel. Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegende müssen sich in ihrem Regelbetrieb – gerade auch im Krankenhausbereich – auf alte und sehr alte Menschen einstellen. Das betrifft auch die Aus-, Weiter- und Fortbildung des Personals und die Zusammenarbeit mit anderen Versorgenden. Von der fehlenden wissenschaftlichen Evidenz bis zur Umsetzung in die Praxis der Versorgung muss an allen Punkten der medizinischen Versorgungskette der alte Mensch mit seinen Besonderheiten gezielt in den Blick genommen werden.

fileicon Med._Versorgung_im_Alter (pdf, 1.0 MB)
 

Erst agil, dann fragil

Pro Senectute, 2015.
Ein langes Leben in verhältnismässig guter Gesundheit – das ist ein alter Menschheitstraum, der zumindest in den wohlhabenden Gesellschaften immer mehr zur Wirklichkeit werden kann. Dieser zivilisatorische Fortschritt unserer Zeit wird leider viel zu selten gewürdigt. Allzu oft ist vom Alter als einer «Last» die Rede: eine Bürde für jene, die so alt werden, und eine Belastung für das Gemeinwesen, das für die Kosten des Alters aufkommen muss. Dieser einseitigen Sicht tritt Pro
Senectute, wo immer möglich, entgegen.
Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass auch ein langes Leben mit Verlusten und dem Abbau von Kräften verbunden ist. Einem «dritten» Alter nach der Pensionierung, das in vielem dem vorangegangenen «zweiten» Alter gleicht, welches von Aktivitäten in unterschiedlichen Lebensfeldern geprägt wurde, folgt in den meisten Fällen eine zunehmende Fragilisierung. Diese führt vielfach dazu, dass die Frau, der Mann im hohen Alter von anderen Menschen abhängig wird, um das Leben noch bewältigen zu können.
Die vorliegende Studie liefert wichtige Hinweise und Anregungen, um den Blick für die Lebensbedingungen im hohen Alter noch weiter zu öffnen. Sie fordert auch dazu auf, die bestehenden Dienstleistungen für Menschen im hohen Alter daraufhin zu überprüfen, ob sie
dem Bedarf und den Bedürfnissen dieser Menschen entsprechen. Ein spezielles Augenmerk legt die Studie auf die Situation der besonders Verletzlichen. Der Übergang vom «dritten» zum «vierten» Alter macht Menschen anfälliger für belastende Situationen: Sie werden vulnerabel, weil ihre Ressourcen abnehmen. Diese belastenden Auswirkungen zu lindern ist eine wichtige Aufgabe für Pro Senectute – sowohl im Alltag der Betroffenen als auch auf politischer Ebene.

 

Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Altersinstitutionen in naher Zukunft

Curaviva Schweiz, 2015.
Verschiedene Entwicklungen führen zu veränderten Anforderungen an die Altersinstitutionen. Das kann die mit dem demografischen Wandel verbundene Zunahme von Menschen mit Demenz sein, verändernde gesellschaftliche Wertmassstäbe, politische Entscheidungen zur Bedarfsplanung oder Finanzierung, der ausgetrocknete Personalmarkt oder neue Betreuungsangebote wie zum Beispiel die 24-Stunden Betreuung durch ausländische Betreuungspersonen.
Im Jahr 2009 hat QUALIS evaluation eine Online-Umfrage zur Erfassung von Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von Altersinstitutionen bei Kaderpersonen in der Deutschschweiz durchgeführt. Um herausfinden zu können, ob sich diese Einflussfaktoren in den letzten sechs Jahren verändert haben, hat QUALIS evaluation im Auftrag von CURAVIVA Schweiz diese Umfrage in der Zeit von April bis Juni 2015 wiederholt und auf die Gesamtschweiz ausgeweitet. Die Wiederholung der Umfrage soll die aktuelle Wahrnehmung der Institutionsleitungen bezüglich der Herausforderungen und Erfolgsfaktoren ihrer Institutionen erfassen und allfällige Veränderungen in den letzten sechs Jahren aufzeigen.

 

Beiträge der Architekturpsychologie zu einem verbesserten Wohnen und Leben im Alter

Curaviva Schweiz, 2015.
Die Architekturpsychologie beschreibt die Passung von Mensch und gebauter Umwelt und gibt Hinweise darauf, wie diese Passung mit gestalterischen Mitteln verbessert werden kann. Dieses Dokument beschäftigt sich aus der psychologischen Perspektive mit der Wohnsituation älterer Menschen, ohne dies an konkreten Altersstufen festzumachen.
Inhaltlich werden die wichtigsten psychologischen Konzepte und mögliche altersbedingte Veränderungen vorgestellt und daraus Empfehlungen abgeleitet. Der Text konzentriert sich auf die Situation von älteren Menschen in Wohngruppen und Wohnheimen, viele der Aspekte sind aber auch auf private Wohnungen anwendbar. Die Empfehlungen gelten nicht für Menschen mit spezifischen Krankheitsbildern wie z. B. Demenzen.

fileicon CV_architekturpsychologie (pdf, 288.3 KB)
 

Würde und Autonomie im Alter. Ethische Herausforderungen in der Pflege und Betreuung alter Menschen

Curaviva Schweiz, 2013.
Würde und Selbstbestimmung müssen besonders geschützt werden, wenn Menschen durch gesundheitliche Einschränkungen ihre Autonomiefähigkeit ganz oder teilweise verlieren. Dies betrifft in besonderer Weise die Situation von Bewohnerinnen und Bewoh- nern in Pflegeheimen.
In diesem Themenheft werden die beiden grundlegenden ethischen Begriffe erklärt und verständlich gemacht. Zudem wird aufgezeigt, wie sie in der alltäg- lichen Praxis von Pflegeeinrichtungen konkret umgesetzt werden können. Angesprochen sind einerseits die Verantwortlichen dieser Institutionen, die durch ihre Interventionen und Massnahmen die Kultur ihrer Institution massgebend beein ussen. Zu den einzelnen Anliegen und Themen finden sich darum verschiedene Reflexionsfragen. Sie können in betriebsinternen Entwicklungsprozessen und zur Reflexion der alltäglichen Arbeit in Teambesprechungen eingesetzt werden. Als Leserinnen und Leser wünschen wir uns aber anderseits auch Lehrende, die die hier angesprochenen Inhalte weitervermitteln, sowie die Pflegenden selbst. Sie sind es vornehmlich, die dazu beitragen, dass ältere, pflegebedürftige Menschen sich in ihrer Würde respektiert und in ihrer Selbstbestimmung unterstützt erfahren können. Die Publikation vertieft und konkretisiert die Postulate, welche in der «Charta der Zivilgesellschaft: Zum würdigen Umgang mit älteren Menschen» (CURAVIVA Schweiz, 2010) festgelegt wurden.

 
Powered by

Ein Schwerpunkt der Akademien

Akademien der Wissenschaften Schweiz
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
3001 Bern


Kontaktperson

Lea Berger
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW
lea.berger (@) sagw.ch


Illustrationen

Anna Luchs, Angela Reinhard
(atelier nordföhn) & WHO